Tankprüfung mit Phased Array und MFL: Wand und Boden aus einer Hand
- ZFP Schreiber

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Aktualisiert: vor 2 Stunden
Lagertanks in Raffinerien, Chemieparks und Tanklagern sind extremen Belastungen ausgesetzt: Korrosion, Temperaturwechsel, mechanische Beanspruchung und aggressive Medien greifen sowohl die Tankwand als auch den Tankboden an. Eine zuverlässige Tankprüfung ist deshalb entscheidend für die Betriebssicherheit und die Einhaltung gesetzlicher Prüffristen.
ZFP Schreiber bietet eine integrierte Tankprüflösung, die beide Bereiche abdeckt: Ultraschallprüfung der Tankwand mit Crawlern, die mittels Phased Array (PAUT), TOFD oder konventioneller Wanddickenmessung sowie Tankbodenprüfung mittels Magnetic Flux Leakage (MFL). Ein Dienstleister, ein Prozess, eine durchgängige Dokumentation.
Warum ist regelmäßige Tankprüfung notwendig?
Oberirdische Lagertanks unterliegen wiederkehrenden Prüfpflichten, in Deutschland geregelt durch die BetrSichV (Betriebssicherheitsverordnung) und branchenspezifische Regelwerke. International ist API 653 (Aboveground Storage Tanks, Inspection, Repair, Alteration) der maßgebliche Standard für die Inspektion von Lagertanks.
Typische Schadensmechanismen bei Lagertanks sind Korrosion an der Boden-Wand-Verbindung, Lochfraß an der Bodenunterseite durch Grundwasserkontakt, Wanddickenabnahme durch innere Korrosion sowie Rissbildung an Schweißnähten durch zyklische Belastung. Eine frühzeitige Erkennung dieser Schäden verhindert Leckagen, Umweltschäden und ungeplante Betriebsunterbrechungen.
Tankwandprüfung mittels Ultraschall (PAUT & TOFD)
Für die Prüfung der Tankwand setzt ZFP Schreiber auf moderne Ultraschallverfahren: Phased Array (PAUT) und Time-of-Flight Diffraction (TOFD). Beide Verfahren gehören zur zerstörungsfreien Werkstoffprüfung und ermöglichen eine volumetrische Prüfung der Schweißnähte und Wandquerschnitte ohne Beschädigung des Bauteils.
Eingesetzte Technik
Die Prüfung erfolgt mit dem Olympus OmniScan oder dem Gekko von Eddyfi, zwei der leistungsfähigsten tragbaren Phased-Array-Geräte am Markt. Als Prüfkopf kommt unter anderem der Karl Deutsch KD 32 zum Einsatz, der speziell für die Schweißnahtprüfung ausgelegt ist. Für die kodierte Datenerfassung wird der NAVIC 2 Scanner verwendet, der die Prüfkopfposition während der Prüfung exakt aufzeichnet.
Was wird geprüft?
Die Tankwandprüfung mit PAUT und TOFD umfasst:
Vertikale und horizontale Schweißnähte des Tankmantels
Wanddickenmessung zur Erkennung von Korrosionsabtrag
Boden-Wand-Verbindung (kritischer Bereich für Rissbildung)
Vorteile der kodierten Ultraschallprüfung
Im Unterschied zur manuellen Ultraschallprüfung werden bei der kodierten Prüfung alle Messdaten mit ihrer Position verknüpft und digital gespeichert. Das bedeutet: Jede Prüfstelle ist exakt dokumentiert und bei der nächsten Revision reproduzierbar auffindbar. Befunde können im Langzeitvergleich bewertet werden, ein entscheidender Vorteil für die Restlebensdaueranalyse und die Wartungsplanung.
Tankbodenprüfung mit MFL (Magnetic Flux Leakage)
Für die Prüfung großer Bodenflächen ist Ultraschall nicht immer das effizienteste Verfahren. Hier kommt das MFL-Verfahren (Magnetic Flux Leakage, deutsch: Magnetische Streuflussmessung) zum Einsatz.
Funktionsprinzip MFL
Beim MFL-Verfahren wird der Tankboden mittels starker Permanentmagnete magnetisiert. An Stellen mit Materialverlust, etwa durch Korrosion oder Lochfraß, tritt der magnetische Fluss aus dem Material aus (Streufluss). Sensoren zwischen den Magneten erfassen diese Streuflusssignale und ermöglichen eine flächenhafte Kartierung des Bodenzustands.
Eingesetzte Technik
ZFP Schreiber setzt den Floormap X ein, einen spezialisierten MFL-Scanner für Tankböden. Das Gerät erkennt:
Korrosion an Ober- und Unterseite des Bodens
Materialverluste und Wanddickenschwächungen
Unterbodenangriffe, die von oben nicht sichtbar sind
Ein besonderer Vorteil: Der Floormap X kann durch Beschichtungen bis 10 mm hindurchprüfen. Der Boden muss also nicht vollständig von seiner Beschichtung befreit werden, das spart erheblich Zeit und Kosten bei der Tankreinigung.
PAUT + TOFD vs. MFL: Welches Verfahren für welchen Bereich?
Die Verfahrenswahl ist kein Entweder-oder, sondern ergibt sich aus den physikalischen Anforderungen der jeweiligen Prüfaufgabe:
Kriterium | PAUT + TOFD (Tankwand) | MFL (Tankboden) |
Prüfbereich | Schweißnähte, Wanddicke, Stutzen | Große Bodenflächen |
Fehlertypen | Risse, Bindefehler, Korrosion | Korrosion, Lochfraß, Materialverlust |
Flächenleistung | Mittel (nahtbezogen) | Hoch (flächendeckend) |
Durch Beschichtung | Teilweise möglich | Bis 10 mm Beschichtungsdicke |
Dokumentation | Kodierte Scans mit Positionszuordnung | Digitale Flächenkartierung |
Normenbezug | DIN EN ISO 13588, 10863, 17640, 10809 | API 653, EEMUA 159 |
Durch den kombinierten Einsatz beider Verfahren entsteht ein vollständiges Bild des Tankzustands, von der Wand bis zum Boden, in einem durchgängigen Prüfprozess.
Der durchgängige Prüfprozess
Was die Tankprüflösung von ZFP Schreiber von Einzelmaßnahmen unterscheidet, ist der strukturierte, reproduzierbare Ablauf:
1. Vorbereitung: Abstimmung von Prüfumfang, Prüfplan und Terminierung mit dem Betreiber. Festlegung der Prüfbereiche (Schweißnähte, Wandsegmente, Bodenflächen).
2. Kodierte Erfassung: Alle Prüfdaten werden mit Positionszuordnung digital erfasst, sowohl bei der Ultraschallprüfung der Wand als auch bei der MFL-Prüfung des Bodens.
3. Auswertung: Die Daten werden von nach DIN EN ISO 9712 zertifizierten Prüfern ausgewertet. Befunde werden klassifiziert, bewertet und mit Handlungsempfehlungen versehen.
4. Dokumentation: Die Ergebnisse werden in einem auditfesten Prüfbericht zusammengefasst. Alle Daten sind für den Langzeitvergleich archiviert, für die nächste Revision direkt verfügbar.
Häufige Fragen zur Tankprüfung
Kann die Tankbodenprüfung durch die Beschichtung hindurch erfolgen?
Ja. Das MFL-Verfahren mit dem Floormap X kann durch Beschichtungen bis 10 mm hindurchprüfen. Eine vollständige Entschichtung ist in der Regel nicht erforderlich.
Welche Normen gelten für die Tankprüfung?
In Deutschland regelt die BetrSichV die wiederkehrenden Prüfungen. Für die Ultraschallprüfung gelten DIN EN ISO 13588 (PAUT) und DIN EN ISO 10863 (TOFD). Für Tankbodenprüfungen ist API 653 der international anerkannte Standard. Ergänzend wird häufig EEMUA 159 herangezogen.
Wie lange dauert eine Tankprüfung?
Die Dauer hängt vom Tankdurchmesser, der Anzahl der Schweißnähte und der Bodenfläche ab. Durch den Einsatz kodierter Verfahren (PAUT, TOFD, MFL) wird die Prüfzeit gegenüber manuellen Verfahren deutlich reduziert.
Bietet ZFP Schreiber mobile Tankprüfung an?
Ja. Alle Prüfgeräte sind tragbar und für den Feldeinsatz ausgelegt. ZFP Schreiber führt Tankprüfungen bundesweit und international durch, bei Revisionen, Stillständen und Einzelaufträgen.
Tankprüfung anfragen
Sie planen eine Tankrevision oder benötigen eine Tankprüfung im Rahmen einer wiederkehrenden Prüfung? ZFP Schreiber bietet Ihnen die Kombination aus Ultraschallprüfung (PAUT + TOFD) für die Tankwand und MFL-Prüfung für den Tankboden, als durchgängige Lösung aus einer Hand.
Kontaktieren Sie gerne unseren Technischen Leiter Artur Bukaty.

Artur Bukaty
Technischer Leiter
Tel.: +49 (0)7247 9 80 84 49
Mobil: +49 (0)152 09295032
E-Mail: bukaty.artur@zfp-schreiber.de















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